Ortsderby: Lok gegen Chemie (legendäre Aufnahmen von 2007)

BSG Chemie Leipzig gegen Lokomotive Leipzig. Das härteste Ortsderby ever. Diesmal im Bruno-Plache-Stadion. Zweimalige Unterbrechung weil Fahnen brennen und Raketen fliegen. Fans bengalische Fackeln zünden, diese auf die Polizei werfen. Die antwortet mit Reizgaseinsatz, fährt zwei Wasserwerfer auf. Nach 15minütiger Nachspielzeit endet das kampfbetonte - und überaus unterhaltsame Derby - 0:0.

Für Chemie ein gewonnener Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Denn Lok hatte die besseren Chancen. Bei der anschließenden Pressekonferenz bekommt der legendäre Chemie-Trainer Dietmar Demuth noch ein 'Bierdusche' ab. Im Laufe des Abends folgen noch ein paar Bilder vom Tag. Hier ein paar Eindrücke von den Auseinandersetzungen im Oktober 2007.

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Klare Kante: Merkel, go away

Ein Kommentar von Fred Kowasch

angela merkel19.11.2017 - 08:00 Uhr
Ein Bild aus besseren Tagen. Geschossen im September 2004. Auf einem Empfang der CDU-Parteivorsitzenden anläßlich der Musikmesse Popcom in Berlin. Ein Jahr vor ihrem überraschenden Aufstieg zur Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. 

13 Jahre später. Das totale Chaos. Ohne eine Idee, einen Entwurf, fernab von politischer Führung sind die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP gegen die Wand gefahren. in letzter Konsequenz trägt Angela Merkel dafür die Verantwortung.

Allenfalls den Liberalen kann man - ob ihrer Konsequenz - dankbar sein. Sich einem 'Weiter so' zu verweigern, für Investitionen in Bildung und Digitalisierung und - ENDLICH - einem Einwanderungsgesetz zu kämpfen - das ist das, was Not tut.

Merkel steht vor einem Desaster. Vor den Scherben ihrer planlosen Politik. Eine Neuauflage einer großen Koalition - mit ihr an der Spitze - eher unwahrscheinlich. Eine Minderheitsregierung, abhängig auch von AfD-Gnaden, ebenso.

Bleiben Neuwahlen. Doch, was sollen sie bringen? Noch mehr AfD und FDP? Noch weniger CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen?! Reine Spekulation. Man kann auch so lange zur Urne trotten, bis es den Machthabern passt. Der 19. November 2017 in Deutschland. Er wird fürwahr ein historischer Tag werden.

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Im Wortlaut: Erklärung von Fabio V. (07.11.2017, Amtsgericht Hamburg)

"Frau Richterin, Frau Schöffin, Herr Schöffe, Frau Staatsanwältin, Herr Jugendgerichtshelfer,

Sie müssen heute über einen Mann urteilen. Sie haben ihn als „aggressiven Kriminellen“ und als „respektlos gegenüber der Menschenwürde“ bezeichnet. Mich persönlich kümmert es nicht, mit welchen Attributen Sie mich benennen. Ich bin nur ein Junge mit einem starken Willen.

Zunächst einmal möchte ich sagen, dass die Herrschaften Politiker, Polizeikommissare und Staatsanwälte wahrscheinlich glauben, dass sie den Dissens auf den Straßen aufhalten können, indem sie ein paar Jugendliche festnehmen und einsperren. Wahrscheinlich glauben diese Herrschaften, dass das Gefängnis ausreicht, um die rebellischen Stimmen aufzuhalten, die sich überall erheben. Wahrscheinlich glauben diese Herrschaften, dass die Repression unseren Durst nach Freiheit aufhalten wird. Unseren Willen, eine bessere Welt zu erschaffen.schwarzer block guter blockQuelle: https://unitedwestand.blackblogs.org/erklaerung-von-fabio-v-anlaesslich-der-sitzung-am-07-november-2017-im-amtsgericht-hamburg-altona/

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Berlin-Tipps

berlin bei nacht22.11. 19:00 Klunker Kranich: The Jazzy Berlin Experience Band & Herr Hobrecht (Jazz) 4e
22.11. 19:00 Velodrom: Five Finger Death Punch, In Flames, Of Mice And Men (Heavy-, Thrash-, Groove Metal)
22.11. 19:30 Schokoladen: Gorilla Mask, Led Bib (Avant, Trash, Jazz) 7e
22.11. 20.00 Cassiopeia: Keim-X-Zelle, Absoluth (Hip Hop, Punk) 10e
22.11. 20.00 SO36: Zola Jesus, Devon Welsh (former Majical Cloudz, Goth, Witchhouse, Empfehlung) 23e
22.11. 20:00 Tempodrom: The War on Drugs, The Barr Brothers (Rock, Americana) 35e
22.11. 21:00 Urban Spree: Middlemist Red, Desert Mountain Tribe (PsychedelicRock) 13e 
22.11. 23:59 Watergate: Mr. Ties (Techno, House)

23.11. 18:30 Festsaal Kreuzberg: Stick To Your Guns, Being As An Ocean, Silent Planet, First Blood (HC) 33e
23.11. 20:00 K19 Café: Exit Order, Wasted, Gulag Beach (HC Punk, Empfehlung) 8e
23.11. 20.00 Yaam: Nubiyan Twist, Tropical Timewarp Dj Collective (Jazz, Afrobeat, Hip Hop, Dub) 20e
23.11. 22.00 Bar Tausend: Django Lassi (Gypsy Swing) 12e
23.11. 23:00 Gretchen: Sam Gellaitry, Soulmind, Grzly Adams (Electronica, HipHop, Bass) 12e
23.11. 23.00 Silent Green: Studnitzky (Jazz) 30e
23.11. 23:59 Berghain, Säule: Silvia Kastel, Felix K, Uchi (Techno)
23.11. 23:59 Burg Schnabel: Manel Cluny (Techno, House)

24.11. 18:00 Mensch Meier: Dain Fadinzt, B6BBO, Flush, Purita D, Zufall (Powerpolka, Techno) 
24.11. 19:00 Bi Nuu: Sierra Kid (HipHop)
24.11. 19:00 MSH: Casper, Fatoni (Hip Hop, Rock) 40e
24.11. 19:30 So36: Razzia, Fliehende Stürme, Der Rest (Punk) 20e
24.11. 22.00 Wild At Heart: The Silver Shine, Three Lucky Seven (Punkabilly) 10e

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'Inside HogeSa' - Der Schulterschluss von Enschede

von Fred Kowasch (Enschede, 17.09.2017)

Ein Gründungsmitglied der 'Hooligans gegen Salafisten', die Band 'Kategorie C', 'Pegida Netherlands' und Pegida-NRW, ein Ex-Mitglied der NPD, ein Vertreter der 'Alternative für Deutschland' (AfD). Es war schon recht speziell, was sich an diesem letzten Sonntag vor der Bundestagswahl im holländischen Enschede - neben und auf der Bühne - versammelt hatte. Auch wenn nur 200 Menschen kamen - das Symbol dieses Tages war klar gesetzt. "Am nächsten Sonntag das blaue Kreuzchen machen". Das hörte man nicht nur offen von der Bühne, sondern auch in Gesprächen mit Teilnehmern. Ein paar Eindrücke von der anschließenden Demonstration durch Enschede gibt es im folgenden Video ....

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"Zeigen, was ist!" - Gespräch über die Dreharbeiten zu »Inside Hogesa«

War die HogeSa-Demo in Köln der Startschuss für Pegida?

Eindeutig ja. Und sie war nicht nur für Pegida der Startschuss. Auch für Legida in Leipzig, die großen »Merkel muss weg«-Demos in Berlin, Pegida-NRW. 
hoolbuch
Und, und, und. Letztendlich auch für den heutigen Erfolg der AfD.

Denn das Thema des radikalen Islamismus, der steigenden Terrorgefahr durch unkontrolliertes Einreisen von Flüchtlingen und Migranten – heute alles »Leib- und Magenthemen« der AfD –, hat zuerst »HogeSa« auf die Straße gebracht. 

Zur Erinnerung: Macheten und Metallstangen. Und die Polizei steht fassungslos daneben. Es waren die Bilder einer brutalen Straßenschlacht zwischen Salafisten und Kurden am 7. Oktober 2014 in Hamburg, die in weiten Teilen der Gesellschaft für Empörung sorgten. Die den Ruf nach Selbstjustiz auf ein anderes gesellschaftliches Level brachten. Nur so ist der Zuspruch für die »Hooligans gegen Salafisten« zu erklären. 

Unvorstellbar war zu dieser Zeit allerdings, dass sich fast 5.000 von ihnen nur zweieinhalb Wochen später in Köln, am 26. Oktober 2014, versammeln – und an einem Sonntag »in aller Ruhe« durch die Stadt »spazieren«. Auch wenn es tausende Anmeldungen über ihre Facebookseite gab – mit mehr als 1.500 hatten die Veranstalter nicht gerechnet. 

Die breite gesellschaftliche Akzeptanz für die AfD und ihre Thesen haben letztendlich die »Hooligans gegen Salafisten« geschaffen. Sie waren der Rammbock gegen die Tabus der »political correctness«, dessen was als »politisch korrekt« galt. Sie haben öffentlich und sagbar gemacht, was zuvor Millionen dachten. 

Zusammengefasst: Bei einem Einzug der »Alternative für Deutschland« in den Bundestag müssen sich deren Vertreter an erster Stelle bei den »Hooligans gegen Salafisten« bedanken. Sie haben letztendlich das Tor aufgestoßen .... WEITER

Hier gehts zum gesamten Gespräch ....


Hier gehts zum Buch 'Fäuste, Fahnen, Fankulturen"

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Sport inside Special: Falsches Spiel - Wettmanipulation Im Tennis

Ein Film von Benjamin Best, Fred Kowasch und Tom Mustroph
Sport inside Special, WDR Fernsehen, Sonntag, 7.5.2017, 22.05 - 22:35 Uhr

In kaum einem anderen Sport ist es so leicht zu manipulieren wie in der Einzelsportart Tennis. Der sogenannte "weiße Sport" kämpft seit mehr als zehn Jahren mit massiven Vorwürfen: Betrug, Manipulation, Vertuschung. Wettsyndikate, vor allem aus Russland, Südamerika und Italien, sind auf der Suche nach Tennisspielern, die für Geld Spiele manipulieren. Experten schätzen den weltweiten Umsatz bei Tennis-Wetten auf fünf Milliarden Euro. 

Im vergangenen Jahr haben die internationalen Tennisverbände 292 verdächtige Matches gemeldet. So viele wie nie zuvor. Mittlerweile kommen 80 Prozent aller verdächtigen Sportereignisse in Bezug zu Wettmanipulation aus dem Tennis. Seit Jahren stehen die internationalen Tennisverbände in der Kritik, zu wenig gegen die Manipulation zu unternehmen.



Vor allem Tennisturniere der zweiten bzw. dritten Kategorie, sogenannte Challenger- und Future-Turniere, sind für Betrug anfällig, weil hier das Schmiergeld höher sein kann als die geringen Preisgelder. "Die Wettbetrüger sind keine dummen Menschen, ganz im Gegenteil die wissen genau wen sie ansprechen müssen, wo die Saat auf fruchtbaren Boden trifft", erklärt Tennisprofi Andrea Petkovic gegenüber Sport inside. Sport inside trifft Ermittler, spricht mit Tennisprofis und stößt bei den Tennis-Weltverbänden auf eine Mauer des Schweigens.

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Full Movie: Walls - a photographer between the lines (Documentary, 88 min, OmU)

The photographer Kai Wiedenhöfer works at life's extremes. With his panoramic camera, he is going to places, where rubber bullets, teargas, street battles belong to the daily life of the people. As a young man, Kai Wiedenhöfer witnessed the fall of the Berlin Wall. Since then, he has been fascinated by borders, walls and fences. His mission is to find out what concrete barriers do to the people they separate. In 2013, he tried overcoming every resistance and bringing his panorama pictures on the famous "East Side Gallery" in Berlin. The documentary accompanied Kai Wiedenhöfer for nine whole years.



Israel und die besetzten Gebiete, Belfast, Baghdad, Ceuta, Zypern, die Grenze zwischen den USA und Mexico. Kai Wiedenhöfer hat eine Mission. Er will die Mauern der Welt fotografieren, zeigen was ein Betonwall aus Menschen macht. Mit seiner Panoramakamera geht er dorthin, wo Gummigeschosse, Tränengas und Strassenschlachten zum Alltag gehören. Er trifft auf Flüchtlinge, Drogendealer und engagierte Menschenrechtler. Immer wieder aber auch auf bewaffnete Soldaten und aggressive Grenzpolizei. Gegen viele Widerstände versucht er sich seinen Traum zu erfüllen.

Kai Wiedenhöfer möchte seine Panoramafotos auf die weltbekannte 'East Side Gallery' in Berlin zu bringen. Jahrelang kämpft er dafür. Im Sommer 2013 kommt es in seiner Wahlheimat zum Showdown. Die Dokumentation „Walls – a Photographer between the Lines“ hat Kai Wiedenhöfer - der einst Zeuge des Berliner Mauerfalls wurde - über neun Jahre lang begleitet.

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