Volles Risiko: Warum man bei 'Gefahrenstufe 2' einen aktiven Vulkan durchaus besuchen kann

von Fred Kowasch

Gefahrenstufe 2 (von 5 in Neuseeland). Wie sie jetzt herrschte, vor dem Ausbruch des White Island Volcano in Neuseeland. Da kann man durchaus einen Vulkan betreten. Nur: ob einen im Ernstfall ein gelber (oder orangener) Bauarbeiterhelm hilft, darf bezweifelt werden. Aktive Vulkane zu besteigen oder zu besuchen, birgt immer auch ein tödliches Risiko. Dass sollte man schon wissen. Keine Vorhersage ist so gut, dass sie zu 100 Prozent sicher ist. Da können sich schon einmal busgroße Felsbrochen lösen, kann es eine Verpfuffung geben, ein Vulkan - unerwartet - ausbrechen. Dieses Risiko gehört dazu. Diesem Risiko waren wir uns auch bewusst, als wir 2002 am Merapi drehten. Einem der 15 Hochrisikovulkane auf der Welt. Bei Gefahrenstufe 2 (von 4 in Indonesien).



3000 Meter Höhe - inmitten von Schwefelwolken. Mit Gasmaske habe ich noch nie einen Film gedreht. Auf dem Merapi steht der Wind heute ungünstig, kommt von Süden. Das heisst: arbeiten in Schwefeldämpfen, die aus Dutzenden von gelben Erdöffnungen kommen. Nur 300 Meter ist der Dom weg. An ihm kommt das feste, heiße Gestein aus dem Inneren des Vulkans. Ulrich Serfling und sein Team hat mit den widrigen Bedingungen unterhalb des Gipfels zu kämpfen. Arbeiten auf einem Vulkan, der zu den gefährlichsten der Welt zählt. (Text ZDF 2002)

'Inside Black Bloc': Bewurf mit Mamorsteinen - der 6. Dezember in Athen

von Fred Kowasch, Athen

Der 6. Dezember ist in Exarchia so etwas wie - früher - der 1. Mai in Kreuzberg. Leere Straßen. Am Rande brennen ein paar Feuer. Steine fliegen. Nur sind sie hier aus Mamor. Und werden gezielt auch mal auf Journalisten geworfen. Dass ist der Unterschied ….

athen 0612 demo zwoelf uhr28 Stunden Athen. Drei Demonstrationen miterlebt. Die auf dem immergleichen Weg gingen. Laut waren. Am Ende ist da jedoch nix passiert. Eine materialisch ausgerüstete Polizei, die fast den ganzen Weg mit Gasmasken bestreitet. Später werde ich wissen wieso.

Mädels und Jungs - die meisten von Ihnen noch keine zwanzig - die fast beiläufig zur Demo mit einem Motorradhelm angeschlendert kommen. Um dann - im ‚Black Block‘ materialisch aufzutreten. Eine interessante und sehr spezielle Formation hier in Griechenland. Details gibt es allerdings erst später - in unser gleichnamigen Dokumentation.

Eigentlich ist der 6. Dezember für die anarchistische und autonome Szene so etwas wie ein Gedenktag. An diesem Tag wurde vor elf Jahren der 15jährige Alexis Griporopoulos von einem Polizisten in Exarchia erschossen. Deshalb auch ziehen die Demonstranten nach ihrem Aufzug am Abend direkt ins Viertel.

Dieses ist fast menschenleer. Keine Autos an der Straße, kaum Licht in den Wohnungen, alle Geschäfte geschlossen. Über allem kreist, gespenstig fast schon, ein Hubschrauber. Am Straßenrand vereinzelt Müllhaufen, die von Schwarzgekleideten angezündet werden. Polizisten stehen in einiger Entfernung, lucken vorsichtig um die Ecken herum. Ein paar Straßen weiter sind zwei Wasserwerfer im Einsatz. Einer löscht gerade ein Feuer.



In gut Hundert Meter Entfernung - am Exarchiaplatz - geht es rund. Menschen rennen, Qualm steigt auf. Mit ein paar Kollegen gehe ich dorthin. Der Qualm ist beizend, neben mir husten ein paar neugierige Passanten. Tränen in den Augen. Ein Glück dass ich vorher noch diese Gasmaske bei einem Straßenhändler in der Athener Altstadt gekauft habe. Zehn Euro, gut angelegt.

Plötzlich werden wir beworfen. Die Steine, kommen vom Exarchia-Platz her. Rennen. Den Weg zurück. Flüchten hinter die Absperrungen. Nehmen die Masken ab. Verschnaufen. Über dem Viertel liegt ein ätzender Tränengasnebel. Ein paar Straßen entfernt geht es weiter. Eine Polizeieinheit wird mit Steinen beworfen. Einzelne von einem grünen Laser geblendet. Immer und immer wieder. Fast stoisch nehmen sie es hin.

Zusammen mit einer Gruppe Journalisten beobachten ich die Szene. Suche Deckung hinter ein paar Stützpfeilern. Als der Steinbewurf stärker wird, auch wir werden unter Bewurf genommen. Plötzlich: drei Detonationen. Dann stürmen die Cops vor. Einer wird festgenommen. Dann ist Ruhe im Viertel. Nach nicht mal einer Stunde ist das Spektakel beendet.

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Dokumentarfilm: 'In unser aller Namen' (weitere Vorstellungen in Aachen)

Die Ereignisse rund um den Hambacher Forst scheinen ewig her. Der Wald steht noch, in den Medien herrscht Ruhe. Dennoch wird ringsrum weiter gebaggert, die Dörfer in Nähe zerstört. Mittlerweile haben sich einige Filmdokumentationen den Ereignissen um den Hambacher Forst gewidmet. Braucht es eine weitere? Ja. Zum einen, weil der Wald längst nicht gerettet ist. Zum anderen, weil sich in Sachen Klimaschutz in Deutschland nicht wirklich etwas tut. Der Film von Dagmar Diebels und Tom Meffert beschreibt auf dezente Art, was wirklich abging im Wald. Aufgrund persönlicher Kontakte kommen sie an die Waldbesetzer näher als andere ran. Und: zum ersten Mal wird das Thema 'Gewalt' - auch die der Besetzer - mehr als nur gestreift. Ein sehenswerter Film, der an diesem Sonntag (16:45 Uhr im Aachener Kino 'Apollo') erneut aufgeführt wird. In dem auch ein paar gedrehte Bilder von uns verwendet wurden.

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VoD: Hacking Justice - Der Richter und der Rebell - (Dokumentarfilm, 91 min, 2017)

Julian Assange, der Gründer von WikiLeaks, sitzt in Großbritannien seit Monaten im Gefängnis. Unwürdig wurde er am 11. April aus der equadorianischen Botschaft in London gezerrt. Eine Auslieferung in die USA steht - möglicherweise - bevor. Erst vor zwei Wochen haben die schwedischen Behörden die Ermittlungen gegen ihn wegen angeblicher Vergewaltigung eingestellt.

Assange und WikiLeaks - der Fall vom Medienstar zum 'Bad Guy'. Wohl auch weil seine Organisation im Oktober 2016 den gehackten E-Mail-Verkehr aus dem Wahlkampfteam von Hillary Clinton öffentlich stellte. Und damit Einfluss auf den amerikanischen Präsidentenwahlkampf nahm. Der Dokumentarfilm 'Hacking Justice' schildert hautnah die Zeit von Assange in der equadorischen Botschaft in London. Und wie ihm ein ehemaliger spanischer Richter - der jetzt als Anwalt arbeitet - bei seinem Kampf gegen die Justiz unterstützt. Noch bis zum 31.03.2020 in der ARD-Mediathek.

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"Am Besten, Du machst ab Sonntag Dein Handy aus!" - Was Whistleblower erleben

von Fred Kowasch

Der Umgang mit Whistleblowern - er glich jahrelang einem Drahtseilakt. Im März hat die Europäische Union eine Richtlinie verabschiedet, die Hinweisgebern Rechtssicherheit vermitteln soll. Ehe dies jedoch in nationales Gesetz umgesetzt wird, können noch Jahre vergehen. Mitte Oktober nun befasste sich der Sportausschuss des Deutschen Bundestages mit dem Thema. Mehr Details auch unter sportspool.tv


"Am Besten Du machst ab Sonntag Dein Handy aus. Für ein paar Tage!"  Eine besseren Tipp konnte ich dem Whistleblower im Februar 2009 nicht geben. Denn ich war selbst überfordert. Wer bereitet einen in der Journalistenschule schon auf den Umgang mit Whistleblowern vor?! Wer weiss, ob die Story wirklich 'steil' geht? Ob sie nicht unkommentiert vor sich hin rottet ....

Diese Story allerdings ging steil. Sehr steil sogar. ARD-Sportschau, ZDF-Heute-Nachrichten, WDR-'Sport inside'. Und, und, und. Irgendwann bist Du als Filmemacher (und Produzent) dann schlicht auch überfordert. Wer kann sich dann noch um seinen Informanten kümmern?! Den, der so einen öffentlichen Aufschrei noch nie erlebt hat. Der, der in seinem Kämmerchen vor dem ausgeschalteten Handy sitzt, während im Mail-Acount eine Nachricht nach der anderen eingeht.

Solche Tage bedeuten Stress. Jeder will etwas von Dir. Da muß auf die Presseerklärung des Sportverbandes geantwortet werden. Der Redakteur drängelt. Vorwürfe gegen unseren Informanten stehen im Raum. Wie kontert man die am Besten, wenn nebenbei noch ein weiterer Film zu machen ist? Wie ist es mit einem Anwalt? Wer stellt ihn? Wer muss ihn bezahlen?

TV-Sender nehmen solche Enthüllungen ganz gerne mit. Investigative Geschichten führen zu Anerkennung unter den Kollegen, am Ende winkt vielleicht sogar ein Fernsehpreis. Nur: um einen Anwalt - der ihn rechtlich berät - muss sich der Whistleblower selbst kümmern. Ihn aus der eigenen Tasche bezahlen. Irgendwie geht dass nicht. Es Ist auch nicht zu akzeptieren, dass - nur weil der Whistleblower aufgrund massiven rechtlichen Druckes seine Aussage später ein wenig modifiziert - er (und seine Geschichte) plötzlich regelrecht in Ungnade fallen. Die Redaktion sich einer Folgestory verweigert. Obwohl der Fall bei Staatsanwaltschaft und dem Landeskriminalamt weite Kreise zieht. Sie dort den Wert der Insiderinformationen zu schätzen wissen. Andere Medien weiterhin über den Fall berichten.

Der richtige Umgang mit Whistleblowern. Er steht in keinem Lehrbuch. Denn jeder Fall ist anders. Jedes Motiv, sich zu offenbaren und an die Medien zu wenden, liegt eine andere persönliche Geschichte zu Grunde. Die zu erfahren, den persönlichen Hintergrund exakt zu verifizieren, ist schwierig. Braucht Einfühlungsvermögen, erfordert Zeit. Die Frage nach seinem Motiv 'auszupacken' - als Filmemacher habe ich sie an den Whistleblower wieder und wieder gestellt.

Ein Rest-Risiko bleibt immer. Für den, der die Geschichte macht. Viel mehr noch für den, der sie erzählt. Der manchmal gar nicht ahnt, was für einen medialen Aufschrei ein Einzelner auslösen kann. Und dass die öffentliche Tortur erst dann so richtig losgeht. (Text März 2019)

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Dokumente: Der Rechnungsprüfbericht der Stadt Düsseldorf zum Grand Départ

7,8 Millionen Euro Miese. 7,8 Millionen Euro an Steuergeld. Für ein Radsportspektakel in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen. Für den Profit eines privaten französischen Sportveranstalters. Wer in dem vertraulichen 'Bericht über die Prüfung der finanziellen Abwicklung des Grand Départ' der Stadt Düsseldorf vom 2. Juli 2018 blättert, reibt sich verwundert die Augen ....  

Allein 4,5 Millionen Euro zahlte die Stadt Düsseldorf dem französischen Veranstalter 'Amauri Sport Organisation' (A.S.O.) an Lizenzkosten für den Auftakt der Tour de France 2017. Hinzu kam eine halbe Million Euro für das Recht "die Hospitality-Aktionen zu entwickeln und zu vermarkten ....". Und, und, und. Der 31seitige Bericht des Rechnungsprüfamt der Landeshauptstadt Düsseldorf hat es in sich. Aus ihm haben wir - im Interesse der Öffentlichkeit - ein paar Auszüge veröffentlicht. Lest selbst! 

rechnungsprüfungsbericht duesseldorf 2018 1

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Grand Depart 2017: Ein Sport-Journalist verklagt die Stadt Düsseldorf

AKTUELL: Verwaltungsgericht - Stadt Düsseldorf muss Tour-de-France-Vertrag offenlegen

21.10.2019
Der freie Sport-Journalist Ralf Meutgens hat - mit Hilfe des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV) - die Stadt Düsseldorf verklagt. Es geht um die Herausgabe des Vertrages der Stadt mit dem Tour de France-Veranstalter A.S.O.. Düsseldorf war im Juli 2017 Startort des bekanntesten Radrennens der Welt. Mittlerweile ist bekannt: Düsseldorf hat mit dieser Veranstaltung Millionen Euro an Verlusten gemacht. Millionen Euro Miese an Steuergeld. Oberbürgermeister Thomas Geisel - ein begeisteter Hobbyradfahrer - ist nun merklich in der Bredouille. Zumal das Verwaltungsgericht der NRW-Landeshauptstadt signalisiert hat: die Öffentlichkeit hat einen Anspruch auf Einsichtsnahme in diesen Vertrag. Ein Vertrag, der noch für einigen Gesprächsstoff sorgen könnte.


Disclaimer: Der Betreiber dieser Webseite (Fred Kowasch) hat zusammen mit Ralf Meutgens im Oktober 2016 für die WDR-Sendung 'Sport inside' einen Film über die umstrittene Austragung von Düsseldorf als Startpunkt der Tour de France 2017 realisiert. Er hat Ralf Meutgens zum Ablauf der Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf am 21.10.2019 befragt.

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Berlin-Tipps

berlin bei nacht
10.12. 20.00 Auster: Chris James (Electronic,Pop, R’n‘B)
10.12. 20.00 Berghain / Kantine: Niklas Paschburg (Electronic ) 22e
10.12. 20.00 Festsaal Kreuzberg: At the Gates, Nifelheim, Deserted Fear (Metal)
10.12. 20.00 Lido: Duncan Laurence, Sam Calver 22e
10.12. 20.00 Musik & Frieden, Blaues Zimmer: Döll (Hip Hop)
10.12. 20.00 Privatclub: Lightning Dust (Alternative Rock) 20e
10.12. 20.30 Gretchen: Shigeto (HipHop, Jazz) 18e
10.12. 21.00 Hangar 49: Lath
10.12. 22:00 Wild at Heart: Dalton (Streetpunk) 13e

11.12. 18.00 Huxleys: Kataklysm, Whitechapel, Fleshgod Apocalypse, Dyscarnate (Death Metal.)
11.12. 19.00 SO36: Northlane, Silent Planet, Void Of Vision (Metal / Hardcore)
11.12. 20.00 Cassiopeia: Fibel, Klan (Post-Wave) 21e
11.12. 20.00 Urban Spree: Blue Hawaii, Pick A Piper (Electronic) 20e
11.12. 20.00 Yaam: Diamond D & A.G. of D.I.T.C, Sadat X, Large Professor (HipHop) 35e
11.12. 20.30 Gretchen: Oso Leone (Rock) 18e
11.12. 22:00 Wild at Heart: Gina Grind (Groove-Metal) 0e
11.12. 23.59 Watergate: Sascha Braemer, Aaaron (Techno, House)

12.12. 19:30 Schokoladen: Saturdays Heroes, Pornscars (Punk)
12.12. 20.00 Cassiopeia: D`Angerous, Volkspark (Hard Rock) 19e
12.12. 20.00 Fitzroy: Hannah Diamond, Mechatok (Electro, Digitalpop, Empfehlung) 16e

12.12. 20.00 Nuke: Sham 69 (Punk) 17e
12.12. 20:00 Tempodrom: Sofi Tukker, LP Giobbi, Ikan Hyu (Dance/Electronic, Empfehlung) 33e

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Heldenstadt Anders Festival - Volle Hütte und starke Auftritte im Leipziger UT

Drei Tage AUSVERKAUFT. Unzählige Biers, Umarmungen. Tränen der Freude, Pogo, gute Laune. Dazu Bands, die mehr als drei Jahrzehnte nicht mehr zusammen auf der Bühne gestanden haben. Dass Leipziger 'Heldenstadt Anders Festival' im Leipziger UT Connewitz war ein voller Erfolg!


Wir haben in den letzten Wochen (und Monaten) die aufgenommenen Daten gesichtet und daraus für euch einen schönen Dokumentarfilm gemacht. Der Film ist in seiner jetzigen Fassung 2 Stunden und 28 Minuten lang. Er soll am 17. Januar 2020 um 20:30 Uhr im Leipziger UT Connewitz Premiere haben. Parallel wird er - via VIMEO - zum Download angeboten. FREE FOR ALL! Unvergessliche Bilder, Interviews, Eindrücke. Es sind wirklich geile Shoots geworden ....



Drei Vinyl-Scheiben in den Farben grün, lila und weiss. Zum Bestellen.. Dazu ein Booklet, dass sich mit seinen 148 Seiten sehen lassen kann. 

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Dokumentarfilm: Walls - a photographer between the lines (88 min, OmU, 2013)

Israel und die besetzten Gebiete, Belfast, Baghdad, Ceuta, Zypern, die Grenze zwischen den USA und Mexico. Kai Wiedenhöfer hat eine Mission. Er will die Mauern der Welt fotografieren, zeigen was ein Betonwall aus Menschen macht. Mit seiner Panoramakamera geht er dorthin, wo Gummigeschosse, Tränengas und Strassenschlachten zum Alltag gehören. Er trifft auf Flüchtlinge, Drogendealer und engagierte Menschenrechtler. Immer wieder aber auch auf bewaffnete Soldaten und aggressive Grenzpolizei. Gegen viele Widerstände versucht er sich seinen Traum zu erfüllen. 


Kai Wiedenhöfer möchte seine Panoramafotos auf die weltbekannte 'East Side Gallery' in Berlin zu bringen. Jahrelang kämpft er dafür. Im Sommer 2013 kommt es in seiner Wahlheimat zum Showdown. Die Dokumentation „Walls – a Photographer between the Lines“ hat Kai Wiedenhöfer - der einst Zeuge des Berliner Mauerfalls wurde - über neun Jahre lang begleitet.

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Dokumentarfilm: 'Inside HogeSa' - Von der Straße ins Parlament (92 min, 2018)

Köln, am letzten Oktobersonntag 2014. Tausende von muskelbepackten Männern, die unter dem Motto 'Hooligans gegen Salafisten' (HogeSa) durch die Kölner Innenstadt ziehen. Hooligans, Türsteher, Rocker, Rechtsradikale. Die Demonstration endet in Ausschreitungen am Hauptbahnhof. Tagelang bestimmen die Ereignisse von Köln, bestimmt das Bild vom umgekippten Polizeibus, die Schlagzeilen. Die Öffentlichkeit fragt sich seither: wie konnte dies passieren? Warum haben die Sicherheitsbehörden geschlafen?

In der Folgezeit dominieren - in Ost wie West - 'Pegida-Demonstrationen das Straßenbild. Im Herbst 2017 schließlich zieht die AfD in den Deutschen Bundestag ein. Politikwissenschaftler und LKA-Ermittler sind sich einig: 'HogeSa' hat für diese Entwicklung den direkten Anstoß gegeben.


In 'Inside HogeSa - Von der Straße ins Parlament' begleiten wir die Protagonisten der Szene vier Jahre lang. Zum ersten Mal reden rechte Hooligans,'Nationale Sozialisten' und 'Pegida'-Vertreter offen vor der Kamera. Ein 92-Minuten-langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so vorher noch nicht gab. Der durchaus schockieren kann.

Wem der Trailer gefällt, kann sich gern den kompletten Film ansehen. Er kostet 4,99 (Ausleihe 48 Stunden) und 9,99 Euro (all). Wer den Film kauft, bekommt zahlreiche Interviews in voller Länge zu sehen. Und Zugang zu einem 106 Minuten langen 'Directors Cut', mit bisher unveröffentlichten Szenen.

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