Berlin-Tipps

berlin bei nacht
23.03. 18:00 Bi Nuu: Drab Majesty, Golden Apes, Whispers In The Shadow, The Foreign Resort, Giant Waves (Dark Wave, Gothic)
23.03. 19.30 Musik & Frieden, Schwarzes Zimmer: Windhand, Grime (Doom, Metal, Stoner) 21e
23.03. 19.30 Tempodrom: Dave Matthews Band
23.03. 20:00 Frannz: Steve Gunn & Band, Papercuts (Psychedelic, Folk) 20e
23.03. 20:00 So36: 999, Spunk Vulcano & The Eruptions (Punkrock) 23e
23.03. 20:30 Artliners: Adriano Trindade Trio (Jazz, Brazil)
23.03. 21.00 Cortina Bob: Cherry Bomb, Kommando Marlies (Punk)
23.03. 21.00 La Casa: Curselife, Silent Youth, Stray Dogs, Against The Grain (Skatepunk, HC)
23.03. 22.00 Acud: Foozool, 8ulentina (Techno)
23.03. 22.00 Hangar49: Di Grine Kuzine, Sakili, Interpaul, DAGVII (Reggae, Klezmer, Swing) 13e
23.03. 22:00 Schwester Martha: Bisi & Lasta, Smi, Tschaika, Remmi & Sträwrov (Techno)
23.03. 22.00 Wild At Heart: The Shook-Ups, Beatrevolver (60's Garage, Psychedelic Soul ) 13e
23.03. 23:59 Berghain: Colin Benders, Dr. Rubinstein, DVS1, Etapp Kyle, Fiedel, Marcel Fengler, Matrixxman, Sol Ortega, Bicep, Bruce, Cormac, Jayda G, Koehler, Margaret Dygas, Oren Marzam, Oskar Offermann (Techno)
23.03  23:59 Gretchen: LTJ Bukem, Technimatic, Survey, N`Dee, Zuurb,  MelowQui, MC Mace, Phat Fred`s Groove  (DnB) 15e
23.03. 23:59 Grießmühle: Ellen Allien, Rebekah, Sunil Sharpe, Aerea Negrot, Alan Oldham, Deepneue, Maxime Iko, Philippa Pacho (Techno, House)
23.03. 23:59 Kater Blau:   Douglas Greed, Bontan, Kotelett&Zadak, Pauli Pocket, Fabiano, Bait & Switch, Kalabrese, Dada Disco (Techno, House)
23.03. 23:59 Suicide: Electric Indigo, T.Raumschmiere, Chica Paula, Daniel Meteo, Eli Pavel (Techno, House)

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'Operation Aderlass': 21 'Athleten' aus acht Ländern in fünf Sportarten

21 Athleten aus acht Ländern in fünf Sportarten. Eine dreistellige Zahl von Bluttransfusionen. Von Ende 2011 bis in den Februar 2019. Ein Mailverkehr - 1.200 Seiten stark. Zwischem dem Doping-Arzt und einem Sportler. Die Details der 'Operation Aderlass' werden den Sport, werden die Sportpolitik noch eine Weile beschäftigen.

Hier die Namen der bisher bekanntgewordenen Betrüger und ihre Sportarten: (bis 08. März 2019)


Max Hauke (Skilanglauf), Dominik Baldauf (Skilanglauf), Karel Tammjärv (Skilanglauf), Andreas Veerpalu (Skilanglauf), Alexej Poltoranin (Skilanglauf), Stefan Denifl (Radsport), Georg Preidler (Radsport), Algo Kärp (Skilanglauf), Johannes Dürr (Skilanglauf) ....



Diese neun Sekunden sind ein seltenes Video-Dokument der Doping-Zeitgeschichte! Wie banal er abläuft - der Betrug im Spitzensport. Auf gebrauchten Sofas in gewöhnlichen Hotelzimmern. Blutdoping - auch im Radsport hat dies eine jahrzehntelange Geschichte. Es ist nicht zufällig ein Arzt des ehemaligen Profiradteams 'Team Gerolsteiner', der in Erfurt festgenommen wurde. In Haft saß. Auf der Grundlage der Aussage eines Whistleblowers. Der selbst, so seine jüngste Aussage, bis vor Kurzem gedopt hat.

Bei der Razzia der deutschen Polizei am 27. Februar 2019 wurden in einer Garage in Erfurt in einem Kühlschrank 40 gefrorene (und beschriftete) Plastikbeutel mit Blut gefunden. Bisher sind acht Leistung'sportler' bekannt, die in diese 'Operation Aderlass' verwickelt sind.

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Schweigen im Walde - Wenn die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt

von Fred Kowasch

16.03.2019
Hunderte von Demonstrationen am #FridasyforFuture in ganz Deutschland. Mit insgesamt mehr als 200.000 Teilnehmern. Die neue Umweltbewegung ist aber nicht nur ein Phänomen, dass Schüler auf die Straße bringt. Seit den Ereignissen im Hambacher Forst im Herbst 2018 - als dort RWE mit Hilfe der Polizei mehr als 80 Baumhäuser räumte - hat der Natur- und Umweltschutz wieder Konjunktur. Nun aber passieren dort - im Hambacher Forst - merkwürdige Dinge. Dinge, die so gar nicht zum öffentlichen Selbstbild engagierter Waldschützer passen.

Mittwoch, letzter Woche. Ein Tag nach der Verhandlung vor dem Kölner Verwaltungsgericht - wo der BUND seine Klage gegen RWE auf Schutz des Hambacher Forstes verlor - durchstreifen einige Polizisten das umstrittene Waldgebiet am Tagebaurand. Sie sehen sich die neu-gebauten Baumhäuser an, machen ein paar Fotos. Routine für die Beamten. Am späten Nachmittag veröffentlicht das Polizeipräsidium dann eine Pressemitteilung.

Eine Pressemitteilung, die es in sich hat. Die darin publizierten Fotos zeigen Baumstümpfe und frisch geschlagene Bäume. Bäume, deren Rinde geschält ist. Baumstämme, die in neuen Baumhäusern verbaut worden sind. Auch dass zeigen die Aufnahmen des Polizeipräsidiums Aachen

Eine Geschichte, wie 'gemalt' für die Bildzeitung. Neben der Springerpresse berichten auch zahlreiche andere Medien über die unvorstellbaren Vorgänge im Hambacher Forst. So eine Story lässt sich kein Journalist nehmen. Sure! Nur von den Waldbesetzern kommt - erst einmal - Nichts. Schweigen im Walde, wo doch die eigene Glaubwürdigkeit zur Debatte steht.

Dann, ein paar dürre Worte der Erklärung. Mit Verweis auf eine Berichterstattung in der Tageszeitung 'Neues Deutschland'. In dem Artikel bekennen sich die Besetzer des Hambacher Forstes zu den Baumfällungen, erklären sie mit dem Schutz des Waldes vor Borkenkäfern. Eine Begründung, die nicht jedem einleuchten will. Die Kommentare unter dem Text sind deutlich, die Verärgerung im Netz auch. 
Bild6Fotoquelle: Polizeipräsidium Aachen

Quellen: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11559/4217349
https://hambacherforst.org/blog/2019/03/14/zu-den-vorwuerfen-der-aachener-polizei-und-der-springer-presse/

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Hambacher Forst: Wie aus 40 über 40.000 werden ....

Eine Analyse von Fred Kowasch

Mehr als ein Jahr ist die Szene her. An einem Montag Ende November 2017 standen sich an der alten Auffahrt auf die A-4 im östlichen Hambacher Forst 40 Demonstranten und eine Hundertschaft Polizisten gegenüber. Gut Hundert Meter weiter wurden - im Auftrag von RWE - eifrig Bäume gefällt. Der WDR war mit einem Kamerateam vor Ort, RTL-West auch. Dazu: zwei, drei freie Journalisten mit kleinen Digitalkameras. Sonst war nicht viel los. An diesem grauen, kalten Nieselregentag.

Bis einer jungen Polizistin die Nerven durchgingen. Der ausgiebige Pfeffersprayeinsatz schaffte es dann immerhin in die lokalen Abendnachrichten. Bei youtube wurden die selbst gedrehten Bilder seitdem zehntausendfach geklickt. Von den Baumbesetzern im Wald und ihren Unterstützern kannte sie jeder.

Es ist immer wieder eines der großen Rätsel von Protestbewegungen, wie sie von ein paar Dutzend 'Aufrechten' zu einer Massenbewegung werden können. Wie sie es schaffen, anschlußfähig zu sein. Es ihnen geling - sprichwörtlich - in der 'Mitte der Gesellschaft' - anzukommen.


Dazu bedarf es - neben eines realen Problemes - auch des Durchhaltewillens der Demonstranten sowie einer fast schon bockig zu nennenden Ignoranz und Arroganz der Gegenseite. Im Fall des Hambacher Forstes spielte diese Rolle der Energiekonzern RWE mit beeindruckender Klarheit. Hinzu kam eine Landespolitik, die - wie im Fall des Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) - sich vor dem Thema feige wegduckte. Oder wie sein Innenminister Herbert Reul (CDU) den harten, starken Mann gab. Faustschläge ins Gesicht gegen friedliche (und am Boden sitzende) Demonstranten kommen im Zeitalter der sozialen Medien - wo dieser Polizeieinsatz fast rund um die Uhr LIVE gestreamt wurde - öffentlich nicht gut an.

Und so wurde die Wut im Wald immer größer. Die bundesweite Aufmerksamkeit auch. Aus den monatlichen Spaziergängen des Waldpädagogen Michael Zobel mit ein paar hunderten Naturfreunden entwickelten sich wöchentliche Großdemonstrationen mit Tausenden aufgebrachter Menschen. Ich habe es bis dahin noch nicht gesehen, dass Kids, Ladies in Pelzmänteln, Omas und Opas zusammen mit Autonomen Barrikaden bauen.

Es gibt immer auch Überraschungen im Leben. Die Story rund um den Hambacher Wald ist so eine.

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Open Air Festivals 2019 - Ein Überblick

rockfestival glien20./21./22.Juni
This Is Ska - Wasserburg Roßlau/ Dessau
this-is-ska.de
(Ken Boothe,  The Claredonians) 

21./22./23.Juni
Hurricane - Scheesel
hurricane.de
(The Cure, Interpol, Foo Fighters, Trettman

5./6.Juli 
Kosmonaut - Stausee Rabenstein/ Chemnitz
kosmonaut-festival.de

5./6./7.Juli  
Summerjam - Fühlinger See, Köln
summerjam.de
(Jimmy Cliff, Buju Banton, Alborosi, Moop Mama)

11./12./13.Juli 
Splash - Ferropolis, Gräfenhainichen
www.splash-festival.de

 

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World Press Photo of the year Nominees 2019

Der 'World Press Photo Award' - die Auszeichnung der besten (und eindrucksvollsten) Bilder des Jahres. Zum ersten Mal werden 2019 auch die nominierten Photos vorgestellt. In der Kategorie 'Photo of the year' sind dies sechs Werke von verschiedenen Photographen. Die endgültige Entscheidung wird am 11. April 2019 in Amsterdam verkündet.
005 John Moore Getty Images

Crying Girl on the Border
John Moore
, United States, Getty Images

Walls - a photographer between the lines (Documentary, 88 min, OmU, 2013)

Israel und die besetzten Gebiete, Belfast, Baghdad, Ceuta, Zypern, die Grenze zwischen den USA und Mexico. Kai Wiedenhöfer hat eine Mission. Er will die Mauern der Welt fotografieren, zeigen was ein Betonwall aus Menschen macht. Mit seiner Panoramakamera geht er dorthin, wo Gummigeschosse, Tränengas und Strassenschlachten zum Alltag gehören. Er trifft auf Flüchtlinge, Drogendealer und engagierte Menschenrechtler. Immer wieder aber auch auf bewaffnete Soldaten und aggressive Grenzpolizei. Gegen viele Widerstände versucht er sich seinen Traum zu erfüllen. 


Kai Wiedenhöfer möchte seine Panoramafotos auf die weltbekannte 'East Side Gallery' in Berlin zu bringen. Jahrelang kämpft er dafür. Im Sommer 2013 kommt es in seiner Wahlheimat zum Showdown. Die Dokumentation „Walls – a Photographer between the Lines“ hat Kai Wiedenhöfer - der einst Zeuge des Berliner Mauerfalls wurde - über neun Jahre lang begleitet.

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