Im Wortlaut: Angela Merkel zum Klima-Schulstreik in Deutschland (16.02.2019)

"Diese hybride Kriegsführung im Internet ist sehr schwer zu erkennen, weil sie plötzlich Bewegungen haben, von denen sie gedacht haben, dass die nie auftreten – die immer ansetzen an einem Manko.

In Deutschland protestieren jetzt die Kinder für Klimaschutz. Das ist ein wirklich wichtiges Anliegen. Aber dass plötzlich alle deutschen Kinder – nach Jahren ohne jeden äußeren Einfluss – auf die Idee kommen, dass man diesen Protest machen muss, das kann man sich auch nicht vorstellen.

Also Kampagnen können heute übers Internet viel einfacher gemacht werden und wir haben andere Kampagnen, ich will da nicht ins Detail gehen. Und wir haben auch andere Gruppen, ich will da durchaus Steve Bannon nennen, die nicht das europäische Modell im Sinn haben. Und dagegen müssen wir uns gemeinsam wehren."

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'Sex sells': Searching Eva (Dokumentarfilm)

'Sex sells'. Dass denken wir uns (auch) immer, wenn wir euch Tipps wie diese anbieten. Wir hoffen dann darauf, dass die Benutzerzahlen hoch gehen. Eigentlich bräuchten wir dies nicht, sind unsere Webseiten ja unabhängig von Werbung. Trotzdem: der folgende Dokumentarfilm klingt interessant.



Junge Italienerin zieht durch die Welt und macht was sie will. Hier ein paar Drogen (und Parties), dort ein paar Männer (und Frauen). Eva ist Sexarbeiterin. Außerdem Modell, Autorin, Fotografin. Nicht jeden bringt dies gleich aus der Fassung. Wie den (auch so) coolen Berliner WG-Bewohner. Wunderschön eingefangene Szene. Unbedingt sehen! Wie der Film insgesamt so ist, können wir nicht sagen. Weil wir ihn noch nicht gesehen haben. Egal. Hoffen wir mal. Auf 'Sex sells'. Und die neuen Abrufzahlen ....

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Berlin-Tipps

berlin bei nacht18.02. 08:00 Kater Blau: miAs, Raz Ohara, RSS Disco, Hannes Fischer, Iorie, Menachem 26 (House)
18.02. 20.00 Columbia Theater: Steve’N’Seagulls (Rock)
18.02. 20.00 SO36: The Casualties, Tilidin (Punk) 19e
18.02. 20.30 Musik & Frieden, Schwarzes Zimmer: Kaleem Taylor (Neo Soul, Electro/RnB)
18.02. 21:00 Madame Claude: Sabiwa, John Bartley Cooper (Exp)
18.02. 21:00 Urban Spree: Hexvessel (Folk, Prog) 15e

19.02. 20.00 Berghain: Octavian (HipHop, Jungle, Grime, Trap)
19.02. 20.00 Frannz: Thomas Dybdahl, Luca Vasta (Folk,Rock) 29e
19.02. 20.00 Musik & Frieden Schwarzes Zimmer: Night Beats, Calvin Love (Psychedelic, R&B) 18e
19.02. 21:00 Madame Claude: Kieran Mulvihill (Exp)

20.02. 20:00 Astra: Neneh Cherry, Charlotte Adigery (Hip Hop, Electro-Pop) 36e
20.02. 20.00 Auster Club: Space Tigers, Mononoke (Jazz ) 10e
20.02. 20:00 Badehaus: Poets, Jake & The Convolution (Indiefolk, Wave)
20.02. 20:00 Funkhaus. Bob Moses (Electronic, Pop) 29e
20.02. 20.00 Lido: Obscura, Fallujah, Allegaeon, First Fragement (Technical Death Metal) 28e
20.02. 20:00 Monarch: Death Valley Girls, Jealous (Protopunk, Psych Pop) 15e
20.02. 20.00 Musik & Frieden, Blaues Zimmer: Josin (Pop, Electronica) 20e
20.02. 20.00 Privatclub: The Velveteins (Surf- Indierock) 17e
20.02. 20.00 Roter Salon: Josephine Foster (Melancho Pop, Ambient) 18e
20.02. 20.00 Toast Hawaii: Åskväder (Hard Rock)
20.02. 20:30 Gretchen: Audio Push (HipHop) 25e
20.02. 21:00 Urban Spree: The Murlocs, Drens (Psychedelic-Blues-Garagerock) 16e
20.02. 21:00 TWH: Akrabut, Darwin`s Rache, Evil Livers (HC, Punk, Grind)
20.02. 23:59 Watergate: Prosumer, Justin Ramsey, Mountak (Techno, House)

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Interne Behörden-Dokumente: Warum diese Papiere an die Öffentlichkeit gehören

Interne Behördendokumente zu 'leaken', ist eine feine Sache. Bei interpool.tv hat dies eine langjährige Tradition. So haben wir nicht nur, den als GEHEIM eingestuften 'Köppe-Bericht' des Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Schalck-Affäre veröffentlich, sondern auch noch ganz viele andere durchaus lesenswerte Dokumente.

So finden Nutzer bis heute über unsere Seiten, das Gutachten über die Weiterbeschätigung von MfS-Mitarbeitern in der Stasi-Unterlagenbehörde (pdf) oder den Bericht an den Bundestag über sogenannte Geheimgefängnisse auf deutschem Boden (pdf). Wie wir aus unseren Abrufzahlen entnehmen können, werden all diese internen Berichte bis in die Gegenwart häufig genutzt, sprich downgeloaden. 

Dies gilt auch für die Zugriffe auf die Verfassungsschutzakten zur sogenannten 'Sachsen-Affäre', die im Sommer 2007 bundesweit für Schlagzeilen und einige Aufregung sorgte. Und unsere Webseite bis die ARD-Tagesschau brachte. Die Höhe der Zugriffe damals, ist bis heute unerreicht.

Aktuell nun hat die Webseite netzpolitik.org das interne Verfassungsschutzgutachten zur 'Alternative für Deutschland (AfD) ins Netz gestellt. Nun kann jeder - auch die AfD - lesen, was die Geheimdienstbehörden der Länder und des Bundes an Material über diese Partei und ihr Umfeld zusammengestellt haben. Welche öffentlichen Quellen sich die Spitzel des Staates bedienen. Nun kann sich jeder selbst ein Urteil darüber bilden, wie gefährlich die AfD wirklich ist.

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Whistleblower: Was die neue EU-Richtlinie für Folgen haben wird (ZAPP, NDR)

Barack Obama. Der Strahlemann aus dem Oval Office. Jahrelang ein Liebling der Medien, auch deutscher Chefredakteure. Weitgehend unbekannt: Obamas Krieg gegen Whistleblower. Auch in Europa haben Whistleblower einen schweren Stand. Wenn sie sich an die Medien wenden - 'auspacken' - geht ihr Martyrium erst so richtig los. Jahrelang. Wie der Fall Antoine Deltour zeigt, den das Medienmagazin ZAPP aktuell anschaulich schildert.

Nun soll eine neue EU-Richtlinie für rechtlichen Schutz sorgen. Der Kern: der Whistleblower soll sich erst an seine eigenes Umfeld wenden, dann an die Behörden. Bevor er zur Presse geht. Das Problem dabei: es ist oft gerade das Handeln des eigenen Umfeldes, dass der Whistleblower kritisiert. Was ihn moralisch 'aufstößt'. ZAPP über eine Verodnung, die so kaum hilft.

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Mönchengladbach: Rechte Hooligans 'schützen' AfD-Treffen (06.02.2019)

06. Februar 2019
Im 'Haus Erholung' in Mönchengladbach hat die AfD zu einem Bürgerdialog geladen. Um Gegenproteste zu verhindern, haben rechte Gruppen schon früh zu einer eigenen Kundgebung eingeladen. Ihre Rechnung geht auf: Protest in Sichtweite gibt es an diesem Tag nicht. Statt dessen eine Demonstration von knapp 100 Menschen, die durch die Stadt zieht. Unter ihnen etliche Hooligans von Borussia Mönchengladbach aus dem HogeSa-Umfeld. In der Innenstadt kommt es zum kurzen Aufeinandertreffen mit Gegendemonstranten.

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'Inside HogeSa' - "Ein Streifen für das moderne Geschichtsbuch!" ('Directors Cut')

Viel positive Resonanz haben wir bisher auf unseren Dokumentarfilm 'Inside HogeSa' erhalten. Von ganz unterschiedlichen Leuten aus ganz verschiedenen Szenen. "Kurzweilig", "gelungen""sehr neutral gehalten", "eine gute und faire Doku". Ein anderer Zuschauer lobt ausdrücklich "das erkennbare Bemühen um verschiedene Sichtweisen und damit um möglichst hohe Objektivität". Jüngst gab es auf Facebook folgende Kritik: "Ein Streifen für das moderne Geschichtsbuch!"

Die Doku lief 'Open Air' beim Fußballclub 'Roter Stern Leipzig' und in einem Kino in Berlin. Dort waren vor allem Ultras und Alt-Hools von 'Union Berlin' zu Gast. Was auffällt: es sind viele jüngere Zuschauer, die Interesse an der Doku haben. Schon bald soll der Film auch im Westen des Landes gezeigt werden. Und: Mittlerweile gibt es einen 106-Minuten-langen 'Directors Cut'. Hier ein Ausschnitt daraus .... 


Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, könnt ihr bei Facebook einen 'Like' hinterlassen.

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Braunkohleproteste: 'Gelände Gelände' 2018 - Im Gespräch

Zwei Stunden. Über Asphalt, Feld, Wald und Wiese. Über Baumstümpfe hinweg, durch Polizeiketten hindurch. Dann noch den steilen Abhang zu den Gleisen der Hambachbahn hinunter. Selbst für sportlich Trainierte ist durchaus eine Herausfoderung. Ein 75jähriger Demonstrant aus München macht das alles mit. Ihn haben wir an den Schienen getroffen. Und mit ihm das folgende Gespräch geführt. Auf vielfachen Wunsch bei Twitter haben wir es in voller Länge online gestellt.

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Hambacher Forst: Wie aus 40 über 40.000 werden ....

Eine Analyse von Fred Kowasch

Gut ein Jahr ist die Szene her. An einem Montag Ende Oktober 2017 standen sich an der alten Auffahrt auf die A-4 im östlichen Hambacher Forst 40 Demonstranten und eine Hundertschaft Polizisten gegenüber. Gut Hundert Meter weiter wurden - im Auftrag von RWE - eifrig Bäume gefällt. Der WDR war mit einem Kamerateam vor Ort, RTL-West auch. Dazu: zwei, drei freie Journalisten mit kleinen Digitalkameras. Sonst war nicht viel los. An diesem grauen, kalten Nieselregentag.

Bis einer jungen Polizistin die Nerven durchgingen. Der ausgiebige Pfeffersprayeinsatz schaffte es dann immerhin in die lokalen Abendnachrichten. Bei youtube wurden die selbst gedrehten Bilder seitdem zehntausendfach geklickt. Von den Baumbesetzern im Wald und ihren Unterstützern kannte sie jeder.

Es ist immer wieder eines der großen Rätsel von Protestbewegungen, wie sie von ein paar Dutzend 'Aufrechten' zu einer Massenbewegung werden können. Wie sie es schaffen, anschlußfähig zu sein. Es ihnen geling - sprichwörtlich - in der 'Mitte der Gesellschaft' - anzukommen.


Dazu bedarf es - neben eines realen Problemes - auch des Durchhaltewillens der Demonstranten sowie einer fast schon bockig zu nennenden Ignoranz und Arroganz der Gegenseite. Im Fall des Hambacher Forstes spielte diese Rolle der Energiekonzern RWE mit beeindruckender Klarheit. Hinzu kam eine Landespolitik, die - wie im Fall des Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) - sich vor dem Thema feige wegduckte. Oder wie sein Innenminister Herbert Reul (CDU) den harten, starken Mann gab. Faustschläge ins Gesicht gegen friedliche (und am Boden sitzende) Demonstranten kommen im Zeitalter der sozialen Medien - wo dieser Polizeieinsatz fast rund um die Uhr LIVE gestreamt wurde - öffentlich nicht gut an.

Und so wurde die Wut im Wald immer größer. Die bundesweite Aufmerksamkeit auch. Aus den monatlichen Spaziergängen des Waldpädagogen Michael Zobel mit ein paar hunderten Naturfreunden entwickelten sich wöchentliche Großdemonstrationen mit Tausenden aufgebrachter Menschen. Ich habe es bis dahin noch nicht gesehen, dass Kids, Ladies in Pelzmänteln, Omas und Opas zusammen mit Autonomen Barrikaden bauen.

Es gibt immer auch Überraschungen im Leben. Die Story rund um den Hambacher Wald ist so eine.

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Sport inside Special: Falsches Spiel - Wettmanipulation Im Tennis

Ein Film von Benjamin Best, Fred Kowasch und Tom Mustroph
Sport inside Special, WDR Fernsehen, Sonntag, 7.5.2017, 22.05 - 22:35 Uhr

In kaum einem anderen Sport ist es so leicht zu manipulieren wie in der Einzelsportart Tennis. Der sogenannte "weiße Sport" kämpft seit mehr als zehn Jahren mit massiven Vorwürfen: Betrug, Manipulation, Vertuschung. Wettsyndikate, vor allem aus Russland, Südamerika und Italien, sind auf der Suche nach Tennisspielern, die für Geld Spiele manipulieren. Experten schätzen den weltweiten Umsatz bei Tennis-Wetten auf fünf Milliarden Euro. 

Im vergangenen Jahr haben die internationalen Tennisverbände 292 verdächtige Matches gemeldet. So viele wie nie zuvor. Mittlerweile kommen 80 Prozent aller verdächtigen Sportereignisse in Bezug zu Wettmanipulation aus dem Tennis. Seit Jahren stehen die internationalen Tennisverbände in der Kritik, zu wenig gegen die Manipulation zu unternehmen.

'Sport inside' Spezial: Falsches Spiel - Wettmanipulation im Tennis (Doku, 30 min) from interpool.tv on Vimeo.

Vor allem Tennisturniere der zweiten bzw. dritten Kategorie, sogenannte Challenger- und Future-Turniere, sind für Betrug anfällig, weil hier das Schmiergeld höher sein kann als die geringen Preisgelder. "Die Wettbetrüger sind keine dummen Menschen, ganz im Gegenteil die wissen genau wen sie ansprechen müssen, wo die Saat auf fruchtbaren Boden trifft", erklärt Tennisprofi Andrea Petkovic gegenüber Sport inside. Sport inside trifft Ermittler, spricht mit Tennisprofis und stößt bei den Tennis-Weltverbänden auf eine Mauer des Schweigens.

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Walls - a photographer between the lines (Documentary, 88 min, OmU, 2013)

Israel und die besetzten Gebiete, Belfast, Baghdad, Ceuta, Zypern, die Grenze zwischen den USA und Mexico. Kai Wiedenhöfer hat eine Mission. Er will die Mauern der Welt fotografieren, zeigen was ein Betonwall aus Menschen macht. Mit seiner Panoramakamera geht er dorthin, wo Gummigeschosse, Tränengas und Strassenschlachten zum Alltag gehören. Er trifft auf Flüchtlinge, Drogendealer und engagierte Menschenrechtler. Immer wieder aber auch auf bewaffnete Soldaten und aggressive Grenzpolizei. Gegen viele Widerstände versucht er sich seinen Traum zu erfüllen. 


Kai Wiedenhöfer möchte seine Panoramafotos auf die weltbekannte 'East Side Gallery' in Berlin zu bringen. Jahrelang kämpft er dafür. Im Sommer 2013 kommt es in seiner Wahlheimat zum Showdown. Die Dokumentation „Walls – a Photographer between the Lines“ hat Kai Wiedenhöfer - der einst Zeuge des Berliner Mauerfalls wurde - über neun Jahre lang begleitet.

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